Montag, 31. Dezember 2012

Die siebte Rauhnacht

Silvester steht im Zeichen der Geselligkeit. Wie passend. Wir feiern heute mit Freunden ein Stillkinder-Schwangeren-frischeMama-Silvester mit Daddys, frischen Daddys und werden Vätern. Wohooo, das wird wahrscheinlich sehr witzig.
Ich glaube, so ganz ohne warme Herzensgesellschaft kann der Mensch nicht sein. Wir würden verkümmern, wenn wir nicht ein Gegenüber hätten, einen anderen Pol, in dem wir uns spiegeln und reflektieren und dadurch erst selbst erkennen.

Ich war nie jemand der viel Gesellschaft brauchte. Ich hatte eine Hand voll Menschen, die mir wichtig waren und darüber holte ich mir dann meine Anerkennung. Was heißt eine Handvoll... eigentlich hatte ich meine Familie. Aber einen großen Freundeskreis hatte ich nie. Vieles habe ich mit mir selbst ausgemacht - eigentlich fast alles. Es gab sogar mal eine Zeit, da habe ich mich fast vollkommen zurückgezogen und mich in meine Bücherwelten geflüchtet. Später wurde es etwas besser, aber so eine Art von Soziophobie muss ich schon gehabt haben. Viele Menschen oder Einladungen mit Leuten, die ich nicht kannte... und schon schlich sich Angst und Panik in mir hoch. Das ist aber alles viel besser geworden, eigentlich nahezu verschwunden.

Und seit dem ich Freunde in mein Leben einlade, hat sich mein Leben um Äonen verbessert. Ich war zu viel und zu lang allein mit mir, jetzt kann ich es erst schätzen, wie wunderbar wichtig Freunde sind. Ich habe grade in den letzten zwei Jahren wunderbare Freundschaften geschlossen. ♥.

Jetzt habe ich über Gesellschaft, statt über Geselligkeit geschrieben... nunja.

Tageskarte: Knight of Vessels - Eel
Diese Karte passt eigentlich auch ganz wunderbar zur heutigen Thema.

Bilder aus: Das Wildwood-Tarot


Sonntag, 30. Dezember 2012

Die sechste Rauhnacht


Der heutige Tag steht im Zeichen der Aktivität. Naja, zumindest vom Thema her. Ich muss sagen, körperliche Aktivität im Sinne von Sport war nie mein Ding. Den einzigen Sport, den ich liebe, ist das Schwimmen. Ich schwimme unheimlich gerne und bin sehr gerne im Wasser.
Aber sportliche Aktivitäten mal beiseite. So richtig habe ich meine Mobilität erst zu schätzen gewusst, nachdem sie mir in der Schwangerschaft genommen wurde. Die sechs Wochen, die ich liegen musste haben mir das erst richtig gezeigt, wie schlimm es eigentlich ist, wenn man nichts machen kann. Dann durfte ich wieder aufstehen und ich konnte erst mal nichts mehr. Kaum noch Muskeln vorhanden und Kondition hatte ich auch keine. Aber das ging erstaunlich schnell wieder gut. Und ich hab ich frei und gut gefühlt, trotz mega Kugelbauch. Aber nach der Geburt konnte ich mich wieder kaum bewegen und konnte erst mal nur liegen... Erst nach ca. sechs Wochen konnte ich annähert wieder sitzen und jetzt bin ich fast beschwerdefrei. 
Dieses Jahr hat mir auf jeden Fall gezeigt, dass mir auch körperliche Aktivität viel bedeutet. Ich bin dankbar dafür, dass ich mich frei bewegen kann und wieder gesund bin.

Meine Tageskarte war heute "Nine of Bows - Respekt". Die Karte ist der Hammer vom Ausdruck und der Intensität. Wuhh, von dem Gesellen hätte ich auf jeden Fall Respekt.

Bilder aus: Das Wildwood-Tarot

Samstag, 29. Dezember 2012

Die fünfte Rauhnacht

Schon die fünfte Rauhnacht. Das heutige Thema war Strategie...  Ich kann gar nicht so genau sagen, ob ich eher rational oder emotional an meine Entscheidungen ran gehe. Ich entscheide schon viele Dinge aus dem Bauch heraus, aber nicht immer. Manchmal über-informiere ich mich auch, und bin dann so verunsichert, dass ich mich gar nicht mehr entscheiden kann... Mhm...

Heute habe ich auf jeden Fall mit ein paar Gedanken für das neue Jahr gespielt. Was habe ich vor und wie gehe ich es an? Wie kann ich ein paar meiner Ziele erreichen? Ich freue mich schon wieder auf das neue Jahr, frisch und voller Tatendrang zu starten. Letztes Jahr begann mit Crazy Sexy Detox... verrückt. Und ein super guter Start. Mal sehen, vielleicht wäre das was für den Herbst oder den Spätsommer für mich. So als Anfang um zur Rohkost, also zu HighRaw zurück zu kehren. Ich glaube, das ist ein guter Plan.

Im Moment heult mal wieder der Sturm ums Haus... Die Wilde Jagd treibt auch heute draußen ihr Unwesen...

Tageskarte: Five of Stones - Endurance.

Freitag, 28. Dezember 2012

Die vierte Rauhnacht

Heute hatten wir Baby-Besuch, und es war so schön. Die Kleinen haben sich erstmal betrachtet, zu mehr hats noch nicht gereicht. Das witzige ist, das Thema für heute war Neugier und das passte auf allen Ebenen. Wie waren so neugierig auf den Kleinen von meiner Freundin und sie auf unseren Kobold. Und die Babys waren neugierig aufeinander, so süß.

Meine Tageskarte war "Balance". Ich habe es mal frei interpretiert als Ausgeglichenheit und Harmonie. Und ich muss sagen, es ist mir den ganzen Tag gelungen keinen Stress-Kopfschmerz zu bekommen. Auch wenn es einfach nur schön ist, tendiere ich dazu (wenn ich etwas überfordert bin) Kopfschmerzen zu bekommen. Abends kamen noch weitere Freunde vorbei und so waren wir schon ein ordentlicher Haufen Leute. Außerdem zwei Hunde, eine Katze und zwei Babys. Und es war von vorn bis hinten harmonisch und super nett und schön, auch die beiden Wickelchen waren lieb und zufrieden und nicht überfordert.

Ich wünschte, meine Freundin und ich würden nicht so weit auseinander wohnen... Aber sechs Stunden Fahrt sind schon ne ordentliche Strecke.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Die dritte Rauhnacht

Meine heutige Karte war "Five of Vessels - Ecstasy". Sich im Rausch der Sinne oder in der Verzückung beim Anblick eines Sandkorns mit dem Göttlichen verbinden. Mhm... davon war ich heute weit entfernt. Es war mal wieder etwas stressig, mein Mann wollte mit seinem besten Freund in ein Musik Geschäft und ich in der Zwischenzeit mit meiner Freundin (seiner Frau) einen gemütlichen Klönnachmittag machen. Bevor wir losgefahren sind, hatte ich noch so einiges auf meiner Liste, was zu erledigen war... Aber dafür war der Nachmittag dann sehr schön, und wir haben bei Tee und Märchenfilmen fein geschnuddelt. Der kleine Kobold war mit dabei, ich nehme ihn eigentlich überall mit hin, und er war so lieb.

Ich finde es eigentlich gar nicht so schwer sich mit dem Göttlichen zu verbinden. Ich brauche dazu auch nicht unbedingt in Ekstase verfallen. Der Funke Magie glitzert und scheint aus so vielen Dingen zu uns, man muss nur die Augen öffnen und es erkennen. Sehen allein reicht meistens nicht aus. Und etwas Zeit muss man sich nehmen.

Morgens, wenn die Luft beinahe knackt vor Frische und man sich einen samtweichen Sonnenaufgang auf der Zunge zergehen lässt, während man süßen Wolkenlicht-Tee mit Honigtauwasser süßt... Mhm... ja, da spürt man das göttliche in der Natur. In dem wohligen Schlaf kleiner Kinder, unschuldig und so rein, dass es fast weh tut. Sandkörner, so klein und so funkelnd wie Edelsteine. Bäume, Blätter, Wurzeln... es gibt so viele wunderbare Dinge.

Das heutige Thema des Tages war Aufbruch. Es gibt so einige Dinge, die ich im neuen Jahr weiter verfolgen möchte und mich quasi wieder auf dem Weg machen. Zum Beispiel meine Ernährung wieder langsam in Richtung Rohkost bewegen, aber erst dann, wenn ich nicht mehr stille. Ich habe mir hier auch kein Datum gesetzt, solange ich kann und möchte und der Kleine Mann trinkt, werde ich erst mal weiter stillen. Weiterhin möchte ich mich wieder verstärkt meiner Spiritualität widmen, und nehme die Rauhnächte als Anschubser. Mehr mit Faye unternehmen. Mein Baby fördern und meine Eltern unterstützen. Einen Rohkostkalender gestalten und wieder zu malen beginnen. Viele kleine Wünsche...

Ich hoffe, dass ich morgen die Zeit finde zu bloggen und mich den Rauhnächten widmen kann. Wir bekommen morgen Besuch von meiner Freundin, ihrem Mann und ihrem Baby (der kleine ist 10 Tage älter als Kobold) und ich freu mich schon riesig!! Das wird ein wunderbarer Tag. 

Und jetzt - Gute Nacht, ihr Lieben.

Die zweite Rauhnacht

Es ist schon richtig spät. Der Lichterkreis um den Apfelbaum hat heute lang gebrannt, aber dem Sturm konnte er dann irgendwann auch nicht mehr trotzen und ist verloschen. Draußen heult der Sturm ums Haus und läßt mich an Odin und die Wilde Jagd denken. Sausend und Brausend jagt das Wilde Herr durch die Lüfte... Gut, dass ich hier warm und wohlig sitzen kann. Sollen sie ruhig draußen ihr Unwesen treiben.

Die heutige Karte im Tagesorakel war "The Forest Lovers", eine freundliche Karte. Mit tiefem Herzen gefällte Entscheidungen werden positive Dinge nach sich ziehen, in den verschiedensten Bereichen. Ich bin gespannt, welche Entscheidungen sich in diesem Februar ergeben werden, denn für diesen Monat steht die Karte und auch der heutige Tag, die zweite Rauhnacht.

Das heutige Thema war Frieden. Mein kleiner Kobold war heute sehr unruhig. Ihm tut sein kleines Mäulchen weh, die Hebamme meinte, es werden wohl die Zähnchen sein, die jetzt wachsen. Armer kleiner Bär. Und da war es heute schon eine richtige Aufgabe für mich friedlich durch den Tag zu kommen. Was ich immer wieder in solchen Situaltionen aufs neue lerne ist, dass es einfach keinen Sinn macht, zu viel auf einmal zu wollen. Fenster müssen nicht am zweiten Weihnachtstag geputzt werden, besonders nicht, wenn das Baby schreit - und es ist auch nicht schlimm, wenn das Geschirr wartet, Miri. Entspannt - so gut es geht - durch den Tag wandeln. So kann man auch seinen Frieden finden.

Das kleine Männlein liegt jetzt so zuckersüß im Stubenwagen. Ich bin so hin und weg von meinem Baby und unendlich dankbar, dass alles gut ist... In solchen Momenten bin ich bis oben hin erfüllt von Frieden...


Dienstag, 25. Dezember 2012

Die Erste Rauhnacht

Die erste Rauhnacht - Für den Januar und die Stille

Vom 25. Dezember bis zum 05. Januar sind die Rauhnächte. Der dreizehnte Monat, 12 Tage, die weder zum alten noch zum neuen Jahr gehören. Ein Tag für jeden Monat.

Ein Jeder benutzt diese Redewendung "Zwischen den Jahren", aber viele haben sich noch nie wirklich damit beschäftigt, warum man das sagt. In den Rauhnächten, so glaube man, ist alles anders. Grenzen zwischen den Welten sind dünn, man verabschiedet sich vom Gewesenen, reflektiert und denkt über Vergangenes nach, sammelt Kräfte und macht sich bereit für das Neue. Ich werde versuchen, mir jeden Tag Gedanken zu einem bestimmten Thema zu machen, inspiriert von dem Buch Vom Zauber der Rauhnächte: Weissagungen, Rituale und Bräuche für die Zeit zwischen den Jahren von Vera Griebert-Schröder und Franziska Muri. Und eine Tarotkarte werde ich ziehen von meinem derzeitigen Lieblingstarot - Das Wildwood-Tarot: Wo Weisheit wurzelt. Die Bilder sind einfach so schön. Dazu noch eine Jahreskarte für das nächste Jahr. Mal sehen, wann ich bereit bin. Letztes Jahr habe ich als Jahreskarte "Knight of Vessels - Eel" gezogen... Wie passend für das vergangene Jahr.

Die erste Rauhnacht ist dem Januar und der Stille gewidmet. Da ich schon vor ein paar Tagen über die Stille geschrieben habe, wiederhole ich das jetzt mal nicht. Gezogen habe ich an diesem Tag die Karte "Seven of Arrows - Insecurity". Leider hatte ich kaum Zeit mich mit der Karte auseinander zu setzen... Aber die nehme ich mir dann im Januar, für den die Karte steht.



Der heutige Tag war für mich durchwoben von einer kleinen Traurigkeit, die sich dann in Rastlosigkeit umgewandelt hat. Schon Heilig Abend war ich sentimental als ich meinen kleinen Jungen im Arm hielt... Seufz. Ich habe im Moment Schwierigkeiten abzuschalten und mal nicht Superwoman spielen zu müssen. Ich versuche alles super toll hin zu kriegen: Baby versorgen, fürsorgliche Mutter zu sein, Haushalt hin zu bekommen, gute Ehefrau zu sein, mich um meine Eltern zu kümmern, Wäsche machen, Tiere versorgen/pflegen/spielen, ... alles. Muss ich ja eigentlich gar nicht, aber ich kann mich nicht locker machen. Die paar Tage in denen wir jetzt die Agentur geschlossen halten, werden uns gut tun. Erstaunlich, wie man lernen muss sich zu entspannen, es sich zu erlauben. Wahrscheinlich will mir genau das diese Karte sagen. Dass es schon okay ist, nicht alles hin zu kriegen. Natürlich bin ich unsicher, besonders was das Muttersein angeht. Alles ist neu, unbekannt und ich fühle mich planlos, hilflos und unsicher. Und paradox ist es, dass dann manches doch so intuitiv ist und erst durch zu viel nachdenken komlpiziert wird. Oder wenn man etwas erklären soll...

Die Stille konnte ich kaum in meinen Tag einladen. Beim Anzünden des Lichterkreises im Garten, da war sie da und auch nachts konnte ich sie fühlen. Aber ansonsten... Zeit und Raum für die Stille finden, daran sollte ich im nächsten Jahr öfters denken.

Heute haben wir zum Mittag einen riesigen Feldsalat mit Datteln gegessen. Das war so lecker, ich hätte ewig weiter essen können...

Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten!!

Ich wünsche Euch allen wunderbare Festtage und eine erholsame Zeit im Kreise eurer Lieben.
... mit einem kleinen Gedicht.

Weihnachtsfloh

Im weißen Barte saß ein Floh,
darüber war der Mann nicht froh,
denn dieser sprang ganz wild umher,
zur Weihnachtszeit mehr und mehr,
weil er sehr sich so freute,
auf all die fremden Leute,
nur zu den lieben Kinderlein,
sprang er nicht im Kerzenschein.

Da Flöhe sie nicht kannten,
blieb er bei großen Verwandten,
zwickte hier und zwickte dort,
biß und hüpfte immerfort,
sah dann den Familienhund
zu der weihnachtlichen Stund',
ließ sich auf ihn fallen,
der zeigte ihm die Krallen,
das störte aber nicht den Floh,
liebte das Fremde und war froh.


Ein Gedicht von Heidrun Gemähling

Samstag, 22. Dezember 2012

Wintersonnenwende

Wintersonnenwende ist einmal mehr gekommen. Ein kurzer Tag, eine lange Nacht, die längste Nacht des Jahres. Tiefes, langes Dunkel zieht sich schwer und zäh mit Nebelklauen durch die Ländereien, fließt durch unsere Hecke und niestet sich unter den Holundersträuchern und zwischen Fichtenfingern ein. Es sind gute Plätze für das Dunkel, hier kann es dick und träge sitzen und wachsen und sich ausbreiten, bis es den gesamten Garten erobert hat. Und heute kann es lange diese Plätze besetzen, nisten und noch mehr Dunkelheit ausbrüten. Sie knackt und flüstert, betäubt und legt sich schließlich als schwere, dicke Decke auf alles, was noch Schatten wirft. Sie ist satt. Und nun kommt die Stille und die Grenzen werden dünner. Man kann es fühlen in den Zwischenräumen, zwischen den Steinen, in Astgabeln, unter Moostalern und hinter dem alten Kirschbaum. Vorboten der Rauhnächte.

Zur Dämmerung habe ich einen Lichterkreis um den alten Apfelbaum aufgestellt. 12 Kerzen, für jeden Monat eine. Es sieht zauberhaft aus, wie das Kerzenlicht im Schnee leuchtet. Still scheinen sie vor sich hin.

Still ist es auch im Haus. Mein Mann liegt neben mir und atmet tief und ruhig und schläft. Ich habe grade das Baby gestillt, es liegt auf der anderen Seite und schläft auch, tief und fest und wohlig. Faye hat es sich am Fußende in ihrer Decke gemütlich gemacht und streckt sich behaglich bevor sie sich einrollt. Alles ist gut. Die Dunkelheit empfängt uns warm und sanft, deckt uns zu und legt sich auf unsere Lieder. Ihre Schwester, die Müdigkeit, kommt aus verborgenen, unsichtbaren Winkeln hervor und in perfekter Abstimmung wiegen die beiden uns mit ihrem nächtlichen Reigen in den Schlaf. Wie wunderbar. Sie umtanzen und umspielen uns, unwiderstehlich verführerisch und dann ist es soweit, wir ergeben uns und gleiten in den Schlaf. Dunkelheit und Müdigkeit tanzen weiter ihren zauberhaft-dunklen Walzer der Nacht, unbemerkt, bis zum Morgen.

Ab morgen wird das Licht erneut die Dunkelheit besiegen. In dieser Gewissheit kuschele ich mich ein und lausche dem Walzer der Nacht... Wie lange werde ich ihm widerstehen können?

Sonntag, 9. Dezember 2012

Winter is coming

Es ist früh und ich bin schon auf. Die Sonne hat an diesem morgen die Erde noch nicht geküsst und es ist dunkel wenn ich aus den Fenstern in Richtung des kleinen Bergs schaue. Und kalt ist es geworden. Schnell das Baby in eine warme Decke gehüllt in den Stubenwagen gebettet. Jetzt erst mal Feuer machen. Nach wenigen Minuten brennt ein lustig knisterndes Feuer im Ofen und wärmt langsam unser Wohnzimmer. Ich mache mir eine heiße Tasse Tee mit Traubensaft und setze mich ans Fenster um dem Morgen beim Erwachen zuzuschauen.

In den dunklen Tagen des Jahren liegt ein Zauber. Das Leben zieht sich zurück in die Mitte, ruht und sammelt neue Kräfte. Auch ich ziehe mich in mich zurück und bin stiller als in anderen Jahreszeiten. Ruhiger, süßer Wintermorgen, wie sehr sehne ich Dich jedes Jahr herbei. Die ersten richtigen Schneeflocken in diesem Winter. Ist es nicht wunderbar?

Aber etwas ist anders in diesem Jahr, schon seit einiger Zeit knuspert die Erkenntnis wie ein Mäuschen am Plätzchen in mir umher. Alles ist noch faszinierender, noch wunder-voller. Und plötzlich weiß ich, dass ich es bin. Dieses Jahr hat mich verändert. Ich habe mich für einen neuen Pfad entschieden, den ich nicht kannte und Neues, Unbekanntes versprach. Er brachte mich in ein Land hinter dem Alltag, ganz und gar vertraut und dennoch vollkommen unbekannt. Und jetzt weiß ich auch den Namen des Weges. Es war der Weg Von der Frau zur Mutter. Der letzte Pfad Vom Mädchen zur Frau war ähnlich gewaltig, aber ich ging ihn nahezu unbemerkt. Leicht und unbefangen ohne es zu merken. Schon verrückt. 


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